Saugroboter Dreame X60 Pro Ultra Complete

Avatar von Marco Blasco
Analysiert von: Marco Blasco
Geprüft von: Shildy Veruska
Letzte Preisprüfung: 07.11.2026, 04:54 Uhr
Letzte technische Aktualisierung: 01.11.2026
Gesamtnote
9,1
Saugleistung
9,1
Akkulaufzeit
8,9
Wischleistung
9,4

Vorteile

  • 98,7 % durchschnittliche Schmutzaufnahme auf Hartboden und Teppich, der höchste Wert in unserem Test.

  • Alle vier Flecken ohne Rand und nur 0,1 cm Abstand zur Fußleiste.

  • Nur 0,3 cm ungewischt in der Ecke zwischen zwei Wänden dank Gelenkarm.

  • Doppelte Gummiwalze ohne aufgewickelte Haare, ideal bei Haustieren.

Nachteile

  • Kehrt mit 54 % Akku zurück und braucht länger, weil die Arme in jeder Ecke ausfahren.

  • 0,7 g feines Mehl bleiben nach einem Durchgang im Teppich.

Angebote

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Kategorie:

Technische Daten

NavigationLaser und KI-Kamera
FilterWaschbarer Filter
WischfunktionJa, zwei Wischmopps mit ausfahrbarem Gelenkarm, Moppwäsche mit 100 °C und Heißlufttrocknung
Höhe8,9–11,1 cm
AkkulaufzeitBis 232 min, Akku mit 5.000 mAh
TierhaarbürsteJa, doppelte Gummiwalze mit Anti-Verhedderung
SelbstentleerungJa
Erkennung kleiner GegenständeJa
TeppicherkennungJa
AppJa
Intelligente KartierungJa
Saugleistung42.000 Pa

Beschreibung

Kurzfazit

Wir haben den angetrockneten Fleck genau in die Ecke gesetzt, in der zwei Wände aufeinandertreffen. An dieser Stelle geben alle Roboter auf. Der X60 Pro Ultra Complete tat etwas, das wir so noch nicht gesehen hatten. Er drehte sich auf der Stelle, fuhr den Wischarm in die Ecke aus und ließ nur einen Streifen von 0,3 cm ungewischt statt der üblichen drei bis vier Zentimeter. Ganz bis in den Scheitelpunkt kommt der Mopp nicht, aber er ist verblüffend nah dran.

An solchen Details muss man diesen Roboter messen. Im Schnitt nahm er auf Hartboden und Teppich 98,7 % des Schmutzes auf, der höchste Wert, den wir in diesem Vergleich gemessen haben. Beim Wischen beseitigte er alle vier Flecken ohne einen einzigen Rand, als einziger Roboter in diesem Vergleich.

Die angegebenen 42.000 Pa sind derzeit der höchste Wert in dieser Kategorie. Wir haben aber genug Roboter gemessen, um zu wissen, dass die Pascal-Zahl allein keine Rangfolge ergibt. Uns interessierte deshalb, was auf dem Teppich liegen blieb. Von den 30 g waren es 0,7 g, und zwar ausschließlich feines Mehl tief zwischen den Fasern.

An der geraden Wand lässt der äußere Mopp etwa einen Millimeter frei. Auf dem Teppich hebt er Chassis und Mopps an und überquert ihn, ohne dass er sich danach feucht anfühlt. Wenn sich bei Ihnen Laminat, Fliesen und Teppiche abwechseln, sorgt genau diese Kombination dafür, dass Sie nicht nacharbeiten müssen.

Was Sie dafür in Kauf nehmen, ist vor allem Tempo. Jede Ecke kostet ihn ein paar Sekunden extra, weil er die Arme ausfährt, neu ansetzt und wieder einzieht. Wenn Ihnen ein schnelles Ende wichtiger ist als der letzte Millimeter, gibt es direktere Alternativen.

Analyse und Erfahrungen

Saugleistung – Note: 9,1/10

Nach einem einzigen Durchgang auf höchster Stufe blieben auf Hartboden 0,1 g von 30 g liegen, also praktisch nichts. Auf dem Kurzflorteppich waren es 0,7 g, der beste Wert in unserem Vergleich. Übrig blieb Mehl, kein Reis. Die Grenze liegt also nicht in der Saugkraft, sondern in der Feinheit des Staubs.

Auf dem Teppich hob er seinen Körper um etwa 5 Millimeter an und erhöhte die Saugleistung. Das ist nicht die maximale Hubhöhe des Systems, die für mittel- und hochflorige Teppiche gedacht ist. Doch schon bei dünnen Teppichen sieht man, dass er das Chassis vom Gewebe trennt, statt darüber zu schleifen.

Die Hauptbürste besteht aus zwei gegenläufigen Gummiwalzen, und genau dieser Teil hält in einem Haushalt mit Tieren auch nach Monaten durch. Nach dem Teppichtest fanden wir an einem Ende ein einzelnes langes Haar, das sich mit den Fingern herausziehen ließ. Kein aufgewickeltes Haarbüschel zwischen den Walzen, keine Schere nötig.

Akkulaufzeit – Note: 8,9/10

Hier ist zunächst ein Hinweis angebracht. Dreame nennt für dasselbe Modell je nach Quelle zwei verschiedene Maximalwerte, 232 Minuten auf der Produktseite und 242 Minuten im eigenen Modellvergleich. Beide sind Laborwerte in sanften Modi, und keiner davon hat viel mit einer Wohnungsreinigung mit Teppichen zu tun.

Unseren Parcours aus Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer schaffte er auf mittlerer Stufe in 71 Minuten ohne Zwischenladung und dockte mit 54 % Akku wieder an. Das ist reichlich Reserve für einen weiteren Bereich, allerdings weniger als beim Saros 20 (58 %) und beim Conga Q300 (56 %).

Der Verbrauch steigt auf Teppichen, weil er dort das Chassis anhebt und die Saugkraft erhöht, und ebenso bei den Randmanövern mit ausgefahrenen Armen. In einer großen Wohnung zahlt sich dieser Mehraufwand aus. In einer Zweizimmerwohnung bezahlen Sie dagegen für eine Reserve, die Sie nie brauchen.

Wischleistung – Note: 9,4/10

Nach dem Dreame X50 Master ist das die zweitbeste Wischnote in diesem Vergleich. Alle vier Flecken verschwanden ohne Rand. Milchkaffee und Tomatensoße, eine halbe Stunde angetrocknet auf Laminat und auf Fliesen, waren nach zwei Durchgängen weg. Auf dem Laminat erkennt man im Gegenlicht nur einen minimalen Glanzunterschied, ohne Schleier um die frühere Fleckstelle.

An der geraden Wand fährt der äußere Mopp nach außen und lässt nur 0,1 cm frei, gleichauf mit dem Besten, was wir gemessen haben. Gegenüber einem Roboter mit fest montierten Mopps macht das den Unterschied bei der Schmutzlinie, die sich direkt an der Fußleiste sammelt und die Sie sonst alle zwei Wochen von Hand wischen.

Bei Teppichen gibt es keine Zweifel. Er erkennt sie, hebt Chassis und Mopps an und überquert sie, ohne auf Kurzflor spürbare Feuchtigkeit zu hinterlassen. Wenn Sie nur saugen möchten, kann die Station die Mopps je nach Einstellung vor dem Start zurückbehalten.

Die Arme und was sie in einer Ecke wirklich leisten

Das Verkaufsargument ist der doppelte Gelenkarm, und der verdient eine ehrliche Einordnung. Wir haben einen angetrockneten Fleck genau in den Scheitelpunkt zweier Wände gesetzt und den Eckenmodus aktiviert. Der Roboter dreht sich, schiebt den Mopp in die Ecke und lässt 0,3 cm ungewischt, braucht dafür aber 13 Sekunden extra pro Ecke. Er kommt viel weiter hinein als ein Mopp, der nur seitlich ausfährt. Wegen der runden Form des Pads bleibt aber dort, wo die beiden Wände zusammentreffen, ein kleines dreieckiges Feld übrig.

Anders gesagt verringert er die ungereinigte Fläche in Ecken enorm, schafft sie aber nicht zu hundert Prozent. Auch außerhalb der Ecken haben wir das bemerkt. Dank der Arme schiebt er den Mopp teilweise hinter Möbelbeine, in einem Winkel, den andere Roboter nicht erreichen.

Die Station und die App

Die Station saugt den Staub ab, wäscht die Mopps mit 100 °C heißem Wasser und trocknet sie mit Warmluft. Die Wartung beschränkt sich damit auf einen Blick in die Behälter. Sie braucht allerdings recht viel Platz und einen festen Standort, darüber sollten Sie vor dem Kauf entscheiden. Die App wiederum bietet so viele Einstellungen für Teppiche, Mopps und Hindernisse, dass der erste Abend mit dem Einrichten vergeht. Wer nicht gern tüftelt, wird die Hälfte davon nicht brauchen.

Vorteile

  • 98,7 % durchschnittliche Schmutzaufnahme auf Hartboden und Teppich, der höchste Wert, den wir gemessen haben. Das Nachsaugen mit dem Handstaubsauger können Sie sich sparen.
  • Alle vier Flecken ohne Rand und nur 0,1 cm Abstand zur Fußleiste, sodass keine Schmutzlinie an der Sockelleiste bleibt, die Sie später von Hand wischen müssten.
  • Nur 0,3 cm ungewischt im Scheitelpunkt zweier Wände, gegenüber mehreren Zentimetern bei einem Roboter, der nur der Wand folgt.
  • Doppelte Gummiwalze, die den Teppich ohne aufgewickelte Haarbüschel hinter sich lässt. In einem Haushalt mit Haustieren müssen Sie also nicht jede Woche Haare aus der Bürste schneiden.

Nachteile

  • Kehrt mit 54 % Akku zur Station zurück und braucht länger als erwartet, weil das Aus- und Einfahren der Arme in jeder Ecke die Strecke gegenüber einem Roboter verlängert, der einfach der Wand folgt.
  • 0,7 g feines Mehl bleiben im Teppich nach einem Durchgang auf höchster Stufe, weil der feinste Staub zwischen die Fasern sinkt und beim ersten Mal nicht ganz herauskommt.

Unser Test

Test 1: Saugleistung – 30 Gramm Reis und Mehl auf Hartboden und Teppich

Unseren Test haben wir in Spanien mit genau diesem Modell gemacht, das auch bei Amazon.de angeboten wird. Wir haben 30 g einer Mischung aus Reis und Mehl auf einer Fläche von 50 × 50 cm verteilt und den Roboter einmal auf höchster Stufe darüberfahren lassen, zuerst auf Hartboden, dann auf Kurzflorteppich. Die Reste haben wir mit einem Handstaubsauger aufgenommen und auf der Waage gewogen. Mit demselben Aufbau haben wir alle Roboter unserer Rangliste gemessen.

Auf Hartboden blieben 0,1 g, auf dem Teppich 0,7 g liegen. Dabei stellten wir fest, dass er beim Befahren des Teppichs seinen Körper um etwa 5 Millimeter anhob. Bei der Kontrolle der Walzen fand sich nur ein einzelnes langes Haar, kein Büschel. Wenn Sie vor allem Krümel, Sand und Haare aufsaugen, werden Sie diesen Mehlrest nicht einmal bemerken. Wie die Walzen mit sehr langen Haaren umgehen, die sich über Monate ansammeln, können wir nicht sagen.

Test 2: Akkulaufzeit – ein Parcours aus drei Räumen, gestoppt von Station zu Station

Wir haben ihn auf mittlerer Stufe einen Parcours aus Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer mit zwei Teppichen reinigen lassen. Gestoppt haben wir vom Verlassen der Station bis zum erneuten Andocken und notiert, ob er zwischendurch laden musste. Dieselbe Strecke sind alle anderen Roboter des Vergleichs gefahren, damit wir sie untereinander vergleichen können und nicht mit dem Datenblatt des Herstellers.

Er brauchte 71 Minuten und dockte mit 54 % Akku an, ohne Zwischenladung. Diese Reserve reicht für eine weitere Etage, ist aber kleiner als beim Saros 20 und beim Conga Q300. Leer gefahren haben wir ihn nicht. Wie lange er nach dem Nachladen braucht, um weiterzumachen, können wir Ihnen daher nicht sagen.

Test 3: Wischleistung – angetrockneter Milchkaffee und Tomatensoße auf Laminat und Fliesen

Wir haben je einen Fleck Milchkaffee und Tomatensoße 30 Minuten lang auf Laminat und auf Fliesen antrocknen lassen und zwei Durchgänge bei mittlerer Wassermenge verlangt. Danach haben wir geprüft, ob nach dem Trocknen ein Rand blieb, bei normalem Licht und im Gegenlicht. Den ungewischten Streifen an der Fußleiste haben wir mit dem Lineal gemessen und den Test mit einem Fleck im Scheitelpunkt zweier Wände wiederholt.

Alle vier Flecken verschwanden ohne Rand. An der geraden Wand blieben 0,1 cm frei, in der Ecke 0,3 cm, bei 13 zusätzlichen Sekunden pro Ecke. Den Teppich überquerte er mit angehobenem Chassis und angehobenen Mopps, ohne ihn zu befeuchten. Wenn Sie täglich gemischte Böden wischen und Ihre Wohnung voller Möbel und Ecken ist, ist er für diesen Fall der beste Roboter in unserem Vergleich. Ist Ihr Wohnzimmer dagegen offen und frei, werden Sie einen Großteil dieser Zusatzarbeit nicht nutzen.

Wenn Sie mehr über die wichtigsten Kaufkriterien erfahren möchten, werfen Sie einen Blick in unseren Vergleich der besten Saugroboter. Dort finden Sie die besten Modelle aus unseren Tests und Hilfe bei der Wahl des passenden Geräts für Ihr Zuhause.

Echte Tests · Keine Sponsoren

Marco Blasco

Ich bin Marco Blasco und teste und vergleiche seit mehr als fünf Jahren Produkte für den Haushalt. Meine Bewertungen beruhen auf echten Tests, eigener Erfahrung und objektiven Kriterien, die ich offen erkläre. Mit ausführlichen Ratgebern und Vergleichen habe ich Tausenden Menschen geholfen, sich sicherer zu entscheiden – und das kann ich, weil ich von keiner Marke abhängig bin.