Slow Juicer Hurom H-80
Vorteile
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147-mm-Einfüllöffnung, die breiteste der Hurom-Reihe
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Drei Edelstahlsiebe für Saft, Saft mit Körper und Sorbet
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Dichter, schaumfreier Saft dank 50 U/min und Induktionsmotor
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Schnecke aus Ultem und Siebe aus chirurgischem Edelstahl
Nachteile
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Sechs Teile und 6,1 kg machen die Reinigung aufwendiger
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Nur rund 30 Minuten Dauerbetrieb am Stück
Bildergalerie
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Inhaltsverzeichnis
Technische Daten
| Leistung | 200 W |
|---|---|
| Drehzahl | 50 U/min |
| Einfüllöffnung | 147 mm |
| Material | Chirurgenstahl, Ultem und Tritan |
| Fassungsvermögen | 650 ml (Saftbehälter) |
| Funktionsweise | Kaltpressung |
| Typ | Entsafter |
Beschreibung
Kurzfazit
Wenn Sie in den nächsten zehn Jahren nur einen einzigen Entsafter kaufen wollen, verlangt dieser die wenigsten Kompromisse. Der Hurom H-80 ist das Spitzenmodell der Marke und löst seinen Vorgänger ab. Der Unterschied zwischen beiden liegt nicht im Glas, sondern in der Arbeit, die er Ihnen vorher abnimmt.
Dieser Unterschied lässt sich beziffern, nämlich mit 147 mm Einfüllöffnung. Das ist die breiteste der gesamten Hurom-Reihe. Mittelgroße Äpfel passen im Ganzen hinein, Karotten müssen Sie nicht einmal halbieren. Wer schon einmal einen Entsafter mit schmalem Schacht benutzt hat, weiß, dass Messer und Brett die halbe Arbeit sind – und der halbe Grund, warum ein Entsafter im Schrank verschwindet.
Er presst mit 50 U/min und einem Induktionsmotor mit 200 W, den der Hersteller für eine halbe Stunde Dauerbetrieb angibt. Die langsame Drehung macht den Saft dichter und schaumärmer. Der Induktionsmotor sorgt dafür, dass das Gerät dieses Tempo auch bei harter Kost hält, ohne heiß zu laufen.
Seine Vielseitigkeit verdankt er drei Sieben aus chirurgischem Edelstahl. Das Sieb mit feinen Löchern liefert klaren Saft. Das grobe Sieb lässt Fruchtfleisch durch und ergibt einen Saft mit Körper, wie ihn Gemüse verlangt. Das dritte, das Sorbet-Sieb, verwandelt gefrorenes Obst in eine stückchenfreie Creme. Das sind drei verschiedene Getränke mit einem Gerät, und Sie spülen nur das Sieb, das Sie benutzt haben.
Im Gegenzug braucht er Platz und Zeit an der Spüle. Er misst 45,7 cm in der Höhe, 26,3 cm in der Breite und 24,5 cm in der Tiefe, wiegt 6,1 kg und besteht aus sechs Teilen, die Sie spülen müssen. Das ist kein Gerät, das Sie für ein Glas Saft aus dem Schrank holen, sondern eines, das auf der Arbeitsplatte stehen bleibt.
Analyse und Erfahrungen
Beobachtete Saftausbeute – Note: 9,2/10
Die 50 U/min sind der Kern der Sache. Bei einem Schneckenentsafter entscheidet die Drehzahl, wie viel Wärme und Luft in den Saft gelangen, und genau diese beiden Faktoren verderben ihn. Bei 50 U/min bleibt der Saft dicht, ohne die Schaumschicht der Zentrifugalentsafter, und er setzt sich im Glas viel langsamer ab.
Diese Note beruht auf dem, was wir im Test beobachtet haben, nicht auf einem Wiegeergebnis: Eine Grammzahl, die wir veröffentlichen könnten, haben wir für dieses Modell nicht (siehe Test 1 weiter unten).
Die Schnecke besteht aus Ultem, einem technischen Kunststoff, der deutlich härter ist als das Tritan der kompakten Modelle. Diese Härte erlaubt es, Karotten und Rote Bete zu pressen, ohne dass sich das Teil über die Jahre verformt. Die Siebe sind aus chirurgischem Edelstahl statt aus Kunststoffgewebe. Das zahlt sich spätestens im zweiten oder dritten Monat aus, denn Edelstahl verfärbt sich nicht durch Karotten und verbiegt sich nicht beim Schrubben mit der Bürste.
Gegenüber seinem Vorgänger liegt der Gewinn nicht darin, wie viel Saft herauskommt, sondern wie schnell Sie die Zutaten hineinbekommen. Mit der 147-mm-Öffnung brauchen Sie für ein Kilo Obst nur die Hälfte der Schneidearbeit. Das ist der Unterschied zwischen täglichem Saft und Saft nur am Sonntag.
Vielseitigkeit – Note: 8,9/10
Die drei Siebe heben dieses Modell von fast allen anderen ab. Mit dem feinen Sieb bekommen Sie den klaren Saft, den die meisten suchen. Mit dem groben Sieb entsteht ein dicker Saft, der bei Spinat, Sellerie oder Karotten sinnvoll ist, wenn Sie neben Flüssigkeit auch Ballaststoffe möchten. Mit dem Sorbet-Sieb werden gefrorene Bananen und Erdbeeren zu einer gleichmäßigen Creme statt zu zerstoßenem Eis.
Die breite Öffnung erweitert die Vielseitigkeit zusätzlich, weil sie Stücke aufnimmt, die bei anderen Entsaftern nur geschnitten hineinpassen. Laut Hersteller verarbeitet er außerdem eingeweichte Nüsse, womit auch Pflanzenmilch ohne kostenpflichtiges Zubehör möglich ist.
Die Grenze setzt die Uhr. Der Hersteller gibt rund 30 Minuten Dauerbetrieb an. Eine große Menge für die ganze Woche müssen Sie also aufteilen und dem Motor zwischendurch eine Pause gönnen. Für den Saft am Morgen spielt das keine Rolle, für Flaschen für vier Tage schon.
Reinigung – Note: 8,8/10
Hier muss man zwei Dinge auseinanderhalten, die oft verwechselt werden. Jedes einzelne Teil ist leicht zu reinigen. Das Zerlegen klappt ohne Werkzeug, die Edelstahlsiebe lassen sich unter dem Wasserhahn ausspülen, und die mitgelieferte Bürste entfernt das Fruchtfleisch ohne festsitzende Reste, besser als bei einem Kunststoffgewebe. Laut Hersteller sind außerdem alle Teile spülmaschinengeeignet.
Weniger einfach ist, dass es sechs Teile sind – Gehäuse, Schnecke, Sieb, Deckel, Saftbehälter und Tresterbehälter –, so viele wie bei keinem anderen Modell der Reihe. Ein kompakter Entsafter mit zwei Sieben hinterlässt vier Teile in der Spüle, dieser sechs. Und mit 6,1 kg tragen Sie das Gehäuse nicht so leicht mit einer Hand zur Spüle wie ein Vier-Kilo-Gerät. Deshalb erreicht diese Note nicht das Niveau der beiden anderen.
Dass Sie immer nur mit einem Sieb arbeiten, gleicht einen Teil davon aus, denn die beiden anderen bleiben sauber in der Schublade. Sie sollten aber wissen, dass das Spitzenmodell auch die meiste Zeit an der Spüle verlangt.
Fassungsvermögen und Format
Eine Angabe wird leicht missverstanden. Die beworbenen 2,2 l beziehen sich auf alle Behälter zusammen, nicht auf den Saftbehälter. Der fasst 650 ml. Das sind gut zweieinhalb Gläser pro Durchgang, genug für zwei Personen auf einmal und mit einer zweiten Runde auch für vier.
Bei den Materialien setzt Hurom auf BPA-freies Tritan für die Kunststoffteile, Ultem für die Schnecke und chirurgischen Edelstahl für die Siebe. Was eine Herstellergarantie betrifft, gelten die Bedingungen von Hurom. Beim Kauf in Deutschland haben Sie in jedem Fall 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung.
Vorteile
- Einfüllöffnung von 147 mm, die breiteste der Reihe. Mittelgroße Äpfel passen im Ganzen hinein, und Sie sparen sich die Hälfte der Schneidearbeit, die jeder kompakte Entsafter verlangt.
- Drei Siebe aus chirurgischem Edelstahl für klaren Saft, Saft mit Körper und Sorbet aus gefrorenem Obst. Drei Getränke mit einem Gerät, und Sie spülen nur das Sieb, das Sie benutzen.
- Pressen mit 50 U/min und Induktionsmotor, das den Saft dicht und schaumfrei hält und eine halbe Stunde am Stück durchhält, ohne heiß zu laufen.
- Schnecke aus Ultem und Siebe aus Edelstahl, also robuste Materialien genau an den beiden Teilen, die am stärksten verschleißen.
Nachteile
- Sechs Teile und 6,1 kg, so viele Teile und so viel Gewicht wie bei keinem anderen Modell der Reihe. Die komplette Reinigung dauert länger als bei jedem kompakten Hurom.
- Rund 30 Minuten Dauerbetrieb laut Hersteller. Wer Saft für mehrere Tage auf einmal zubereiten will, muss die Menge aufteilen und den Motor pausieren lassen.
Unser Test
Test 1: Saftausbeute – 1 kg Karotten und Äpfel
Unseren Test haben wir in Spanien mit genau diesem Modell gemacht und dabei das übliche Vorgehen der Kategorie angewendet. Wir haben ein Kilo Karotten und Äpfel in Stücken entsaftet, den Saft gewogen und den Trester von Hand ausgedrückt, um zu prüfen, wie viel Flüssigkeit darin bleibt. Zum Vergleich diente ein anderer Schneckenentsafter derselben Bauart. Der Trester des H-80 war auffallend trocken und gab beim Ausdrücken kaum ein paar Tropfen ab. Der Saft war dicht und ohne Schaum, typisch für das Pressen mit 50 U/min.
Gegenüber seinem Vorgänger zeigt sich der praktische Unterschied nicht im Glas, sondern bei der Vorbereitung. Dank der 147-mm-Öffnung passten mittelgroße Äpfel im Ganzen hinein, und für das ganze Kilo brauchten wir nur die Hälfte der Schneidearbeit. Eine Saftmenge in Gramm, die wir veröffentlichen könnten, haben wir nicht festgehalten. Ebenso wenig konnten wir messen, wie die Ausbeute nachlässt, wenn sich die Schnecke nach Monaten täglicher Nutzung abnutzt.
Test 2: Vielseitigkeit – Blattgemüse, weiches Obst, hartes Obst und Nüsse
Wir haben Blattgemüse, weiches geschältes Obst, hartes Obst und – wie es die Anleitung erlaubt – eingeweichte Nüsse verarbeitet und notiert, was die Schnecke verstopft und was kleiner geschnitten werden muss. Hartes und weiches Obst hat er ohne Murren geschluckt. Aus den eingeweichten Nüssen wurde mit dem feinen Sieb eine feine Pflanzenmilch. Blattgemüse funktionierte gut in kleinen Bündeln.
Sellerie mit langen Fasern sollten Sie, wie bei jedem Schneckenentsafter, in Abschnitte schneiden, damit sich die Fasern nicht verheddern. Das Sorbet-Sieb haben wir mit gefrorenen Bananen und Erdbeeren ausprobiert, und heraus kam eine gleichmäßige Creme ohne Eiskristalle. Keine der Zutaten hat die Schnecke verstopft oder den Rücklauf nötig gemacht.
Test 3: Reinigung – Zerlegen und Spülen nach einem Liter Saft
Direkt nach einem Liter Saft haben wir das Gerät zerlegt und von Hand gespült, die Teile gezählt und das Sieb auf Reste geprüft. Das Zerlegen ist intuitiv und ohne Werkzeug möglich. Die mitgelieferte Bürste holt das Fruchtfleisch aus den Edelstahlsieben, ohne dass etwas festsitzt. Genau das wollten wir prüfen, denn chirurgische Edelstahlsiebe lassen sich besser ausspülen als die Kunststoffgewebe anderer Entsafter.
Die Zahl der Teile entspricht einem Oberklasse-Entsafter mit Gehäuse, Schnecke, Sieb, Deckel, Saftbehälter und Tresterbehälter. Die komplette Reinigung dauert daher ihre Minuten, auch wenn kein Teil schwierig ist. Eine gestoppte Zeit, die wir veröffentlichen könnten, haben wir nicht. Auch den Zustand der Dichtungen nach Monaten in der Spülmaschine haben wir nicht geprüft.
Wenn Sie mehr über die Kaufkriterien erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Vergleich der besten Entsafter. Dort finden Sie die besten Modelle, die wir getestet haben, und Hilfe bei der Entscheidung, welches am besten zu Ihnen passt.
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Marco Blasco
Ich bin Marco Blasco und teste und vergleiche seit mehr als fünf Jahren Produkte für den Haushalt. Meine Bewertungen beruhen auf echten Tests, eigener Erfahrung und objektiven Kriterien, die ich offen erkläre. Mit ausführlichen Ratgebern und Vergleichen habe ich Tausenden Menschen geholfen, sich sicherer zu entscheiden – und das kann ich, weil ich von keiner Marke abhängig bin.
