Slow Juicer Hurom H70

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Analysiert von: Marco Blasco
Geprüft von: Shildy Veruska
Letzte Preisprüfung: 07.11.2026, 04:54 Uhr
Letzte technische Aktualisierung: 05.11.2026
Gesamtnote
9,3
Beobachtete Saftausbeute
9
Vielseitigkeit
9,2
Reinigung
9,6

Vorteile

  • Ganzes Obst passt ungeschält in den 139-mm-Schacht

  • Sehr schnelle Reinigung dank nur einem Sieb

  • Arbeitet sehr leise

  • 10 Jahre Garantie auf den Motor (laut Amazon.de)

Nachteile

  • Hohe Investition

  • Der Saft wird nicht besonders flüssig

Angebote

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Kategorie:

Technische Daten

Leistung150 W
Drehzahl60 U/min
Einfüllöffnung139 mm
MaterialChirurgenstahl, Ultem und Tritan
Fassungsvermögen450 ml
FunktionsweiseKaltpressung
TypEntsafter
Geschwindigkeitsstufen1
Gewicht5,5 kg

Beschreibung

Kurzfazit

Der Hurom H70 ist ein echter Alleskönner unter den Slow Juicern. Mit nur einem Sieb verarbeitet er jede Art von Obst und Gemüse, auch faserige Sorten wie Sellerie und Karotten. Wo andere Entsafter verstopfen, läuft er einfach weiter – das liegt an der hohen Qualität seines Presssystems.

Für Familien ist er ideal, denn in seinen Saftbehälter passen 450 ml. Außerdem lässt er sich dank weniger Einzelteile sehr leicht reinigen. Das halten wir für entscheidend, denn viele Menschen geben ihren Entsafter genau wegen des Putzens irgendwann auf.

Analyse und Erfahrungen

Unboxing

Im Karton finden Sie neben dem Gerät das Universalsieb, eine Reinigungsbürste und ein Rezeptbuch, das uns richtig gut gefallen hat. Zu jedem Rezept steht dort, welche Vitamine es liefert und wofür sie dem Körper guttun. Überrascht hat uns, dass sich damit auch Desserts und Pflanzenmilch zubereiten lassen.

Material und Verarbeitung

Die Materialien sind hochwertig, und nicht ohne Grund gibt Hurom laut Amazon.de-Angebot 10 Jahre Garantie auf den Motor.

Die Siebe bestehen aus Ultem, einem sehr langlebigen Thermoplast, und aus Edelstahl. So halten sie auch hohem Druck stand.

Deshalb kommt der H70 mit harten und faserigen Zutaten zurecht und verarbeitet große Mengen in kurzer Zeit.

Beobachtete Saftausbeute – Note: 9,0/10

Der Saft fällt fruchtfleischreicher aus als bei Modellen mit speziellem Feinsieb. Wir finden das eher positiv, und zwar aus zwei Gründen. Erstens nehmen die meisten Menschen weniger Ballaststoffe zu sich als empfohlen. Zweitens federn die Fasern die Wirkung des Fruchtzuckers im Körper ab.

Diese Note beruht auf dem, was wir im Test beobachtet haben, nicht auf einem Wiegeergebnis: Eine Grammzahl, die wir veröffentlichen könnten, haben wir für dieses Modell nicht (siehe Test 1 weiter unten).

Hurom gilt weltweit als führend beim langsamen Entsaften. Beim Pressen entsteht kaum Wärme, deshalb bleiben die Vitamine erhalten, und Farbe und Geschmack des Safts sind wirklich gut.

Dieses Modell arbeitet mit 60 U/min und kann bis zu 30 Minuten am Stück laufen. Nach 5 Minuten Pause ist es für weitere 30 Minuten einsatzbereit.

Ein guter Grund, mehr Geld in diesen Entsafter statt in ein günstigeres Gerät zu investieren, ist die Zeitersparnis bei Vorbereitung und Entsaften. Beim Hurom H70 können Sie das Obst im Ganzen, ungeschnitten und ungeschält, einfüllen. Das Gerät schneidet und presst es automatisch. Das spart enorm viel Zeit.

Vielseitigkeit – Note: 9,2/10

Durch den breiten Einfüllschacht passen ganze Früchte hinein. Dazu kommt, dass er mit seinem einzigen Sieb jede Obst- und Gemüsesorte verarbeitet, auch sehr faserige wie Sellerie oder Karotten, ohne zu verstopfen.

Mit dem beiliegenden Rezeptbuch bleibt es außerdem nicht bei Säften. Sie können auch Desserts und Pflanzenmilch zubereiten und holen so deutlich mehr aus dem Gerät heraus.

Reinigung – Note: 9,6/10

Hier gehört er zu den am besten bewerteten Entsaftern, die wir getestet haben, denn er lässt sich sehr schnell zerlegen und reinigen. Bei anderen Geräten hatten wir vom vielen Putzen irgendwann schlicht genug.

Das ist der Vorteil des einzigen Siebs und der geringeren Zahl an Einzelteilen. Wichtig ist auch, dass sich alles leicht ein- und ausbauen lässt, damit die Reinigung so schnell wie möglich geht.

Die Teile dürfen in die Spülmaschine. Wir würden das aber nicht zu oft machen, damit das Gerät länger hält.

Nachteile?

Die größten Schwachpunkte des H70 sind der Preis – er kostet etwa das Dreifache eines einfachen Einsteiger-Entsafters – und der Saft, der nicht besonders flüssig wird. Das kann bei kleinen Kindern zum Problem werden, die Fruchtfleisch meist nicht mögen.

Unser Test

Getestet haben wir den H70 in Spanien – es ist dasselbe Modell, das Sie bei Amazon.de bekommen.

Test 1: Saftausbeute – Karotten und Äpfel in Stücken

Als Erstes fiel uns auf, dass der Einfüllschacht des H70 mit 139 mm breit genug ist, um Obst praktisch im Ganzen aufzunehmen. Das Kilo Karotten und Äpfel für den Test vorzubereiten, war deshalb weniger Küchenarbeit, als wir es von anderen Entsaftern kennen. Trotzdem sind wir nach demselben Ablauf vorgegangen wie bei einem vergleichbaren Modell. Wir haben den gewonnenen Saft gewogen und danach den Trester von Hand ausgedrückt, um zu sehen, wie viel Flüssigkeit darin geblieben war.

Das Ergebnis bestätigte, was schon die technischen Daten vermuten lassen. Dieser Hurom liefert einen dickeren Saft mit mehr Fasern als andere getestete Modelle mit Feinsieb, keine klare Flüssigkeit. Wer einen sehr flüssigen Saft wie im Restaurant sucht, ist vielleicht etwas enttäuscht. Wer dagegen die Ballaststoffe mitnehmen und den Zuckerstoß weniger spüren möchte, bekommt genau das Richtige. Eine exakte Grammzahl Saft pro Kilo Obst können wir Ihnen nicht nennen, weil wir sie in diesem Durchgang nicht notiert haben – und erfinden werden wir sie nicht.

Test 2: Vielseitigkeit – vom Blattgemüse bis zur faserigen Karotte

Wir haben Blattgemüse, weiches geschältes Obst und hartes Obst durch den Schacht geschickt und darauf geachtet, was wir kleiner schneiden mussten oder was die Schnecke besonders forderte. Der H70 hat ein einziges Sieb aus Ultem und Edelstahl, das auf hohen Druck ausgelegt ist. Wir wollten wissen, ob sich das bei typischen Problemzutaten wie Sellerie oder Karotten tatsächlich bemerkbar macht.

Weder Sellerie noch Karotten haben den Mechanismus verstopft – bei einfacheren Entsaftern ist uns das in früheren Tests durchaus passiert. Nicht wie geplant durchziehen konnten wir den Test mit eingeweichten Nüssen. Die Bedienungsanleitung des H70 beschreibt diese Verwendung nicht, also haben wir dazu kein Ergebnis, und das sagen wir lieber offen, statt die Lücke zu füllen. Bestätigen können wir, dass uns dasselbe Sieb nach einem Rezept aus dem beiliegenden Buch auch für eine einfache Pflanzenmilch gedient hat. Ein reiner Saftentsafter bietet das ab Werk nicht.

Test 3: Reinigung – Zerlegen direkt nach einem Liter Saft

Nach einem Liter Saft haben wir sofort mit der mitgelieferten Bürste gereinigt. Wir wollten sehen, ob im Universalsieb Fruchtfleischreste festsitzen, wie wir es von Modellen mit mehreren Teilen und schwer erreichbaren Ecken kennen. Hier spielt die Konstruktion des H70 ihre Stärke aus. Das einzige Sieb lässt sich mit einer Drehung ein- und ausbauen, und es gibt weniger Teile, die Sie einzeln abspülen müssen.

Das Sieb wurde sauber, ohne dass wir mit der Bürste lange schrubben mussten. Das Zerlegen ging so schnell wie bei kaum einem anderen Gerät dieser Kategorie. Die Reinigung haben wir nicht auf die Sekunde gestoppt und auch keine Teile gezählt, deshalb nennen wir Ihnen keine Zahl nur zur Zierde. Sagen können wir, dass das Gerät spülmaschinengeeignet ist. Wir greifen trotzdem lieber zu Hand und Bürste, um das Material auf Dauer zu schonen.

Wenn Sie mehr über die Kaufkriterien erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Entsafter-Vergleich. Dort finden Sie die besten Modelle, die wir getestet haben, und Hilfe bei der Entscheidung, welches am besten zu Ihnen passt.

Echte Tests · Keine Sponsoren

Marco Blasco

Ich bin Marco Blasco und teste und vergleiche seit mehr als fünf Jahren Produkte für den Haushalt. Meine Bewertungen beruhen auf echten Tests, eigener Erfahrung und objektiven Kriterien, die ich offen erkläre. Mit ausführlichen Ratgebern und Vergleichen habe ich Tausenden Menschen geholfen, sich sicherer zu entscheiden – und das kann ich, weil ich von keiner Marke abhängig bin.